Serial ATA Technologie

Bei parallelen Bussen wird es bei höheren Übertragungsraten immer schwieriger, den Datenfluss auf allen Leitungen synchron zu halten. Der beim IDE-Bus nicht spezifizierte Busabschluss und die massebezogenen Signale schränken zudem die verwendbare Kabellänge stark ein. Serial ATA nutzt das LVDS (Low voltage differential signaling) für die Signalgebung, ähnlich der seit langem bei SCSI bewährten LVD-Technik.

Die erste Serial ATA-Generation ist mit einer Datenrate von 150 Megabytes pro Sekunde spezifiziert und damit nur unwesentlich schneller als die aktuell schnellste parallele ATA-Schnittstelle (ATA/133). Die aktuelle Version Serial ATA II verdoppelt den Durchsatz auf 300 MB/s. Für das Jahr 2007 ist eine Serial ATA-Version mit 600 MB/s vorgesehen.

In der Praxis ist es von der Geschwindigkeit her irrelevant, ob Festplatten mit IDE (PATA) oder SATA-Schnittstelle ausgerüstet sind, da es die Mechanik der Festplatten ist, die die Geschwindigkeit begrenzt, und nicht die Datenrate der Schnittstelle. Dies gilt ebenso für den Vergleich zwischen Festplatten mit SATA-150 und SATA-300-Anschluss. Wichtiger ist die Leistungsfähigkeit der Festplatte, die anhand der Zugriffszeit, Latenz (Drehzahl) und Datenrate festgestellt werden kann.

Serial ATA 300 MByte/s
Firmen wie Western Digital, Samsung und Hitachi sowie Seagate vertreiben SATA/300-Festplatten bis zu einer Größe von 750 GB. SATA/300 wurde Anfang 2005 eingeführt. Der Leistungsdurchsatz von SATA/300 liegt bei maximalen 300 MB/s, also theoretisch doppelt so schnell wie bei der 1. SATA-Generation.

Die Features von SATA2:

Diese Eigenschaften müssen nicht zwingend alle gleichzeitig bei einer SATA2-Festplatte vorhanden sein. Eine SATA-Festplatte kann also 150 MB/s, NCQ und HotPlug bieten und ist damit eine SATA2-Festplatte. Bis jetzt unterstützen nur wenige neue Intel- und Nvidia-nForce-4/5-Hauptplatinen die Eigenschaften von SATA II, ältere Hauptplatinen kommen deswegen nur auf 150 MB/s. Dies ist für die Leistungsfähigkeit der Platten allerdings nicht entscheidend, da der Durchsatz einer heutigen Festplatte aufgrund der Mechanik weniger als 100 MB/s beträgt. Manche Firmen beziehen sich bei dem Produktnamen auch auf die Datenübertragungsrate und verwenden auch Formulierungen wie „SATA 3.0 Gbps“.