Backup ganz klassisch
Die Durchführung einer täglichen Datensicherung ist Not und Tugend zugleich. Oftmals sind sich Unternehmen dem Wert ihrer Daten nicht vollständig bewusst und bewerten daher das Thema Backup und Recovery mit einer zu geringen Priorität.
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Überblick
Ein Backup-Konzept ist das Resultat aus unterschiedlichsten Anforderungen, Wünschen und Faktoren. Drei elementare Bestandteile sind allerdings in jedweder Backup-Landschaft vertreten: Ein Backup-Server, die Sicherungs-Hardware, sowie die steuernde Software-Komponente.
- Backup-Server:
- Zentrale Sammelstelle für Daten
- Kommuniziert mit Servern und Backup-Geräten
- Bestandteil der Server- und des Backup-Netzwerks mehr zum Thema Backup-Server >>
- Sicherungs-Hardware:
- klassisch: Bandlaufwerk oder Bandroboter mehr zum Thema Band-basierende Sicherungs-Hardware >>
- zeitgemäß: virtuelle Tape-Libraries mehr zum Thema virtuelle Tape-Libraries >>
- Backup-Software:
- Steuerungsinstanz sämtlicher Backup-Prozesse
- Verwaltungszentrale des Backup-Katalogs mehr zum Thema Backup-Software >>
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erarbeitung und Umsetzung eines Backup-Konzepts, das auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten ist. Nehmen Sie Kontakt mit unserem Beraterteam auf.
Der Server
Der Backup-Server bildet die Schnittstelle zwischen den zu sichernden Clients, der eigentlichen Backup-Hardware und ist gleichzeitig die Hardware-basis für die Backup-Software. Die Konfiguration bzw. die Wahl der geeigneten Backup-Hardware ist dem Vorgang der Gesamtkonzeption nachgelagert, da diese die Wahl der verwendeten Verbindungsschichten und Kommunikationswege vorgibt.
In der Praxis ist der Backup-Server meistens in Server-Netzwerk, sowie dem Storage-Area-Network (SAN) vertreten. Die zu sichernden Server werden über eine schnelle Netzwerkverbindung wie Gigabit-Ethernet oder 10-Gigabit-Ethernet angebunden, welche den Geschwindigkeitsanforderungen der Lösung gerecht wird. Die Anbindung der Backup-Hardware erfolgt klassisch über SCSI bzw. mittels Fiber-Channel oder iSCSI.
Bei der Wahl der passenden Hardware-Plattform für einen Backup-Server gilt es unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen:
- Verfügbarkeit der Hardware
- Zuverlässige Server-Hardware
- Redundante Netzteile
- Gespiegelte Betriebssystemplatten
- Performance
- Schnelle Busse für performante Datenübermittlung/-verarbeitung
- Schnelle Anbindung an Clients und Sicherungs-Hardware
- Ausreichend Hauptspeicher für Zwischenpufferung von Daten
Band-Laufwerke und Band-Bibliotheken
Band-Laufwerke sind die klassischte aller Backup-Varianten. Ursprünglich waren die Laufwerke Bestandteil der Server oder waren extern über SCSI angeschlossen. Das Backup erfolgte meist nächtlich, dezentral als Vollsicherung, woraufhin der Administrator am Folgetag die Bänder wechselte und sicher verwarte. Band-Bibliotheken waren eine Randerscheinung, die nur in sehr großen Umgebungen anzutreffen waren.
Im Laufe der Zeit war ein Wandel hin zur automatisierten, zentralen Backup-Umgebung zu erkennen. Die Tendenz ging stark in Richtung zentraler Backups.
- Vorteile einer zentralen Backup-Infrastruktur:
- Einfache zentrale Administration
- Bänder müssen nicht täglich gewechselt werden
- Bessere Ausnutzung und höherer ROI der Bänder
Die Benutzung von Band-Robotern hat allerdings zur Folge, dass ein Umdenken hinsichtlich der Backup-Strategie zu erfolgen hat. In der Regel werden nur einmal wöchentlich Vollsicherungen der zu sichernden Maschinen erstellt, während der Wochentage wird inkrementell gesichert. Entgegen des dezentralen Ansatzes werden hier Sicherungen unterschiedlicher Server auf dieselben Bänder geschrieben, wodurch sich ein besserer Return-On-Investment (ROI) ergibt. Sobald ein Band voll ist, wird dieses dann automatisch gewechselt und der Server beginnt auf einem neuen Band weiterzuschreiben.
Bitte sprechen Sie uns auf das passende Gerät für Ihre Umgebung an, wir beraten Sie gerne.
Hier finden Sie die passenden Backup-Libraries für Ihre Backup-Umgebung >>
Virtuelle Tape-Libraries
Virtuelle Tape-Libraries (VTL) sind integraler Bestandteil zeitgemäßer Backup-Umgebungen. Sie bieten in einer integrierten Lösung die kombinierten Vorteile zweier Speicherwelten und optimiert so Backup- und Restore-Prozesse: Die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit von Festplatten mit der Einfachheit einer Bandbibliothek.
Die VTL nutzt Festplatten-Arrays für die primären Backup- und Restore-Prozesse. Die vorhandenen Applikationen können dadurch die Zugriffsgeschwindigkeit und die hohe Zuverlässigkeit von RAID-Systemen nutzen, ohne dass neue Prozesse eingeführt oder die Backup-Software geändert werden müssen.
Durch die Integration von Datendedublizierungsmechanismen in heutige VTL-Appliances, können diese auch als Langzeitarchiv für Daten benutzt werden. Beim Vorgang der Datendedublizierung werden Backup-Daten nach Doppelspeicherungen untersucht. Sollte festgestellt werden, dass eine Datei, eine Dateibestandteil oder ein Datenblock bereits auf der VTL gespeichert ist, wird dieser nicht erneut gespeichert, sondern lediglich auf ihn referenziert. Durch dieses Vorgehen lassen sich heute große Mengen an Fullbackups auf virtuellen Tape-Libraries vorhalten.
Mit der VTL-Technologie können IT-Abteilungen sehr einfach die Fehlertoleranz und Zugriffsgeschwindigkeit ihrer Backup-Systeme extrem steigern, ohne Änderungen an der vorhandenen Backup-Software, den Disaster-Recovery-Prozessen oder Datenspeicherungsverfahren vornehmen oder Mitarbeiter umschulen zu müssen. Gegenüber den Host-Systemen präsentierten sich VTL-Appliances eine oder mehrere Libraries mit virtuellen Bandlaufwerken und virtuellen Medien. Die vorhandene Backup-Software kann deshalb die Daten mit den gewohnten Library-Treibern und Konfigurationen auf Festplatte schreiben.
Hier finden Sie die passenden VTL-Appliances für Ihre Backup-Umgebung >>
Die Software
Das Herz jeder Backup-Umgebung bildet die verwendete Backup-Software, sie dient als steuernde Instanz innerhalb einer Backup-Lösung. Alle Backup-verwandten Vorgänge werden hierbei von dieser Software gesteuert und überwacht.
- Aufgaben der Backup-Software:
- Verwaltung des Backup- und Medienkatalogs
- Steuerung aller Backup- und Recovery-Vorgänge
- Exklusive Library-Steuerung
- Herunterfahren und Neustart von Prozessen (bei Offline-Sicherung)
- Kommunikation mit Applikationen (bei Online-Sicherung)
Die Wahl der passenden Software liegt meistens in der erwarteten Funktion begründet, die in direkter Relation zur IT-Infrastruktur stehen. Je nach Backup-Software kann sich der gebotene Funktions- und Options-Umfang erheblich unterscheiden, was eine massive Einschränke hinsichtlich der Einsetzbarkeit für spezielle Umgebungen nach sich zieht.
- Kriterien für die Wahl der Backup-Software:
- Betriebssyteme des Backup-Servers
- Betriebssysteme der zu sichernden Backup-Clients
- Verfügbare Module zu Online-Sicherung von Applikationen und Diensten
- Disaster-Recovery-Funktionalität
- Hohe Anforderungen an Performance
Da uns Ihre Daten am Herzen liegen, beraten wir Sie gerne in der Wahl der für Ihr Umfeld passenden Backup-Software.




